Die Mission

Die Mission: Besser leben durch Digitalisierung

Digitalisierung und der damit einhergehende Wandel von Gesellschaft, Arbeit, Bildung und Freizeit – also schlicht Allem – ist ein aktuell viel und kontrovers diskutiertes Thema mit zahlreichen Facetten. Aber eine übergeordnete, greifbare Mission, mit der sich jeder Einzelne ein Stück weit identifizieren kann, scheint hier und da zu fehlen.

Ohne eine Idee davon, in welche Richtung es geht oder was man persönlich von der Digitalisierung überhaupt hat, ist es oft schwer, sich dafür zu begeistern oder sich selbst aktiv an Digitalisierungsprozessen zu beteiligen.

Eine greifbare Mission kann helfen, auch Leute mit ins “Digitalisierungsboot” zu holen, die bisher zögern oder einfach kein Interesse daran haben. Ein Mangel an Innovationsfähigkeit, Digitaler Kompetenz, Medien-/Informationskompetenz oder Digitaler Souveränität sind bekannte Probleme.

Auch wir im Studiengang Informationsmanagement an der Hochschule Hannover beschäftigen uns an vielen Stellen mit Fragen und Lösungen zum digitalen Wandel – hier bei “Digital und einfach” überwiegend aus Sicht der Medieninformatik im Kompetenzfeld Web Information Management.

Wofür und warum digital oder nicht?

Am Anfang sollte die Frage stehen, wofür und warum machen wir etwas digital oder auch nicht? Was wollen wir allgemein erreichen? Was davon kann digital besser werden?

Nicht alles muss digital unbedingt besser oder effektiver sein. Im Gegenteil. Viele Dinge lassen sich einfacher und angenehmer auf herkömmliche, analoge Art und Weise regeln und sollten nicht unnötig verkompliziert werden. Ein gutes Gespräch “face to face” kann z.B. keine Technologie der Welt ersetzten.

Wenn wir die Frage “Wofür und warum digital?” beantworten können, und uns der Nutzen von digitalisierten Prozessen und Angeboten klar ist, macht es Sinn, sich daran zu beteiligen oder neue Dinge auszuprobieren. So kann Überzeugung oder Leidenschaft ins Spiel kommen und man ist vielleicht sogar mit dem Herzen dabei – notwendige Voraussetzungen, um auf lange Sicht bei etwas erfolgreich zu sein und “dran zu bleiben”.  So ist es auch bei Digitalisierungslösungen – unabhängig davon ob für Gesellschaft, Arbeit, Bildung oder Freizeit, in Schule, Weiterbildung oder Hochschule,  als Digital Native, Digital Immigrant oder Nonliner.

Wenn sie schon lange dabei sind, alltägliche Dinge in Beruf und Freizeit digital zu erledigen ohne dass es Ihnen überhaupt auffällt, und Sie lieben Ihre Tätigkeiten so wie sie sind, dann sollten Sie wahrscheinlich einfach genauso weiter machen und nicht zu viel darüber nachdenken. Es sei denn, Sie möchten etwas optimieren bei Ihren digitalen Gewohnheiten.

Mehr Lebensqualität. Aber wie?

Lebensqualität vereint im Prinzip übergeordnet alle Bereiche des alltäglichen, teils bereits digitalisierten Lebens von Gesellschaft, Arbeit, Bildung bis Freizeit und macht das abstrakte “Besser leben wollen” individuell erfassbar und anschaulich. Da für uns alle andere Dinge wichtig oder unwichtig sind und sich diese Prioritäten im Verlauf unseres Lebens zusätzlich noch verschieben, ist das Thema Lebensqualität genauso komplex wie praxisnah.

Wie wir wohnen, uns z.B. in der Stadt bewegen, ob wir uns sicher und wohl fühlen, wo wir den nächsten Park, einen Badesee, ein Café oder gutes Essen finden, sind ganz analoge Beispiele für Lebensqualität. Dabei gibt es natürlich bereits digitale Lösungen, wie z.B. kartenbasierte Dienste die uns im Alltag unterstützen. Hier ist für uns u.a. interessant, wie wir weitere, bisher wenig beachtete Indikatoren für Lebensqualität integrieren und so den Alltag mittels Digitalisierung vereinfachen oder verbessern können.

Verbesserte Kommunikation oder Rückmeldung kann mehr Lebensqualität bedeuten. Vielleicht ist für Sie gerade wichtig, einen sicheren Messenger zu nutzen, unkompliziert eine neue Website, einen Newsletter oder eine Online-Umfrage einzurichten, um Freunde, Kolleg*innen, Kunden, Vereinsmitglieder, Studierende oder Schüler*innen besser zu erreichen? (Digitalisierung an der Basis).

Lebensqualität kann komfortables, zeit- und ortsunabhängiges Lernen bedeuten. Sich “On Demand” selbstgesteuert neben Studium oder Beruf möglichst noch mit anhaltender Begeisterung weiterzubilden kann wichtig sein. Lehrende wünschen sich andererseits manchmal, dass trotz aller Digitalisierung die “Magie der Präsenz” nicht verloren geht (Lebenslanges Lernen, Blended-Learning oder Selbstgesteuertes Lernen).

Oder sind es flexible Arbeitszeiten, die u.a. durch digitale Werkzeuge im Home-Office und neu gedachte Führungsstrukturen (Neue Arbeit) erreicht werden können, sodass Familie und Beruf besser vereinbar sind und die “Work-Life-Balance” stimmt?

Fragen über Fragen, denen wir hier bei “Digital und einfach” nachgehen.

Digital Lernen, Leben und Arbeiten

Das Spektrum an Indikatoren für Lebensqualität ist groß und multidimensional. Daher legen wir bei “Digital und einfach” unseren Schwerpunkt auf Digitales LernenDigitalen Leben und Neues Arbeiten. Die Grenzen sind fliessend, da sich die Bereiche immer mehr miteinander vermischen und meist nicht mehr scharf voneinander abgrenzbar sind.

Eine Frage der Perspektive: Bottom-Up statt Top-Down

Digital und einfach” konzentriert sich auf die “kleinen”, machbaren, digitalen Lösungen, die uns ohne zu großen Aufwand das Leben vereinfachen und verbessern können. Im besten Fall denken wir gar nicht darüber nach, dass wir gerade digital arbeiten oder lernen, sondern machen es eben einfach, fühlen uns gut dabei und sind effektiv. Hierfür wird allerdings schon ein gewisses Maß an Digitaler Kompetenz vorausgesetzt, das nicht jeder von uns mitbringt, aber das jeder erwerben kann.

Wir sprechen gern von einem Bottom-Up-Ansatz anstelle der Top-Down-Variante. Auch “Digitalisierung an der Basis” trifft es ganz gut. Das Thema “Industrie 4.0” lassen wir z.B. absichtlich etwas außen vor, da es aus unserer Sicht schon ausreichend Beachtung findet. Uns geht es hier nicht so sehr darum, wie Autos, Maschinen oder Fabriken mittels Digitalisierung optimiert werden können, sondern welche Möglichkeiten und Folgen die Digitalisierung aus der Perspektive des einzelnen Menschen mit sich bringt – auch wenn es insbesondere in Hinsicht auf Lebensqualität etliche Berührungspunkte zu “Industrie 4.0” gibt. Begriffe wie Algorithmus, Robotik, Machine Learning, Process Automation, Künstliche Intelligenz oder Big Data gehören inzwischen schon fast zum Allgemeinwissen und sollten uns allen geläufig sein, um mit reden und entscheiden zu können.

Wie gehen wir vor?

Zum Glück gibt es schon viele gute Beispiele, Ideen, Lösungen, Meinungen, Studien, Werkzeuge, Visionen und Hilfestellungen zum machbaren, digitalen Wandel in Bildung, Arbeit und Freizeit.

Wir recherchieren, fragen, dokumentieren, beleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven, analysieren, vergleichen, testen und entwickeln praktikable neue Lösungen daraus. Das übergeordnete Thema der Lebensqualität soll uns dabei helfen, den Praxisbezug und die Nutzerzentrierung von digitalen Lösungen im Auge zu behalten.

Wir freuen uns auf Ihre Ideen, Projekte, Praxisbeispiele und Meinungen!

Danke fürs Lesen <3

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